Kategorien
50 Frauenquote Braunschweig Bundespolitik Carsten Müller Frauenrechtskonvention Gleichberechtigung Nordisches Modell Parität Politische Teilhabe

Digitaler FU-Talk mit unserem Bundestagsabgeordneten Carsten Müller, MdB

Die Frauen Union des CDU Landesverbandes Braunschweig hatte heute Carsten Müller im Videotalk zu Gast.
Müller machte den Auftakt zu insgesamt fünf Talks mit den Kandidierenden (es folgen Andreas Weber, Holger Bormann, Dr. Roy Kühne und Ingrid Pahlmann) aus unserer Region für die Bundestagswahl im Herbst 2021.

Moderiert von der Vorsitzenden des CDU Landesverbands
Braunschweig Marion Övermöhle-Mühlbach, präsentierte sich der 51-jährige Rechtsanwalt Carsten Müller als Bundestagskandidat. Müller vertritt seit 2013 (sowie 2005 bis 2009) erfolgreich die Braunschweiger Interessen in Berlin. Als Kreisvorsitzender der CDU Braunschweig, Mitglied im Präsidium der CDU Niedersachsen und Mitgliederbeauftragter sowie Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist Müller bestens vernetzt und hat immer ein offenes Ohr an und für die Basis.

Müller nahm Stellung zu den Themen Frauenquote, dem Helene Weber Preis, der Istanbul Konvention und einer Thematik mit der die FU BS sich besonders eingehend beschäftigt: Prostitution.
Ein anregender Austausch mit intensiver Diskussion besonders zu Letzt genanntem Top. Wir sind uns einig, dass im Bereich Prostitution noch ein erheblicher Aufklärungsbedarf notwendig ist und wir uns erst am Anfang einer Diskussion zur Einführung des sog. „Nordischen Modells“ befinden.

Wir danken allen und besonders Carsten Müller für die Teilnahme an der heutigen Veranstaltung.
Die Frauen Union Braunschweig unterstützt Carsten Müller im Bundestagswahlkampf und wünscht viel Erfolg. Die weitere Vertretung Braunschweiger Interessen ist gerade für unsere Region, die ein wichtiger Forschungs- und Wissenschaftsstandort ist, essentiell.
Gemeinsam.Erfolgreich.FürBraunschweig.

Kategorien
Familienpolitik Frauen Gleichberechtigung Nordisches Modell Politische Teilhabe Wahlen Wahlkampf

Forderungen der Frauen Union der CDU Deutschlands für das Wahlprogramm der Union

Berlin, 19.05.2021
Beschluss des Vorstands der Frauen Union der CDU Deutschlands

Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Staat, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und auf allen politischen Ebenen ist nicht nur Verfassungsauftrag, sondern Grundvoraussetzung für das Gelingen unserer Demokratie. Frauen tragen unsere Demokratie durch ihr Engagement und ihr Wahlverhalten. Sie neigen weniger zu Extremen und wirken so stabilisierend ge-rade auch in Krisen.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine Stabilisierung und Fortentwicklung der Gleichstellungspolitik ist, damit Frauen ihre Potenziale voll einbringen können und nicht wieder in alte Rollenmuster gedrängt werden.
Dennoch bleibt die Beteiligung von Frauen in der Politik und der Stand der tatsächlichen Gleichberechtigung in vielen Bereichen noch immer hinter der Verfassungsnorm „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ zurück. Das entspricht weder den Kompetenzen und Wünschen von Frauen noch
unserem christdemokratischen Anspruch.
Frauenfeindliche Weltbilder finden in rechtsextremistischen Gruppen oder der sogenannten Incel-Bewegung zunehmend Anhänger. Frauen werden beschimpft, herabgewürdigt und mundtot gemacht, nur weil sie Frauen sind.
Das gefährdet nicht nur die Durchsetzung der tatsächlichen
Gleichberechtigung, sondern auch unsere Demokratie. Dem müssen wir aktiv Einhalt gebieten. Denn die direkte Ansprache und die selbstverständliche Teilhabe von Frauen sind Grundvoraussetzung für unser Verständnis von
repräsentativer Demokratie. Frauen haben das Recht angesprochen und vertreten zu sein. Frauen müssen sichtbar sein und Gestaltungsmacht haben.
Gleichstellung muss deshalb selbstverständlicher Bestandteil der Politik der Union in allen Bereichen sein.

Diese Forderungen müssen dazu in den jeweiligen Kapiteln des Wahlprogramms der Union aufgenommen werden:

1. einen Nationalen Aktionsplan Familie zur Entwicklung und kontinuierlichen Begleitung familien- sowie kinder- und jugendpolitischer Konzepte und Vorhaben von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden
2. den raschen Ausbau und die stärkere Vernetzung der Kind– und Jugendsozialarbeit
3. mehr Partnerschaftlichkeit beim Elterngeld
4. ein lebensphasenorientiertes, flexibles Familien- und Lebensarbeitszeitkonto
5. die Bezahlung nach Tarifvertrag in der Pflege, die Tätigkeit von Betreuungs- und Pflegekräften (24-Stunden-Betreuungs-kräfte) in Privathaushalten rechtlich absichern, faire Bezahlung in sozialen Berufen
6. mehr Frauen als Gestalterinnen und Wegbereiterinnen der Digitalisierung. Ein bundesweites Modellprojekt zur Erprobung phasenweisen geschlechtsspezifischen Unterrichts in den naturwissenschaftlichen Fächern.
7. die Förderung von gemischten Teams, Existenz-gründungen und mehr StartUps auch von Frauen
8. die Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes, die Anpassung von Berufsbildung und Arbeitsplatz-bewertungen sowie faire Entlohnung
9. den Zugang zur Arbeitslosenversicherung für Selbständige, eine Pflichtversicherung für Solo-selbständige
10. die Beschränkung der sozialversicherungsrechtlichen Sonderregelungen bei Mini-Jobs auf Schüler, Studierende und Menschen im Rentenbezug
11. die Steigerung der Attraktivität und Ausbau der Beschäftigung am Arbeitsplatz Haushalt
12. die ersatzlose Streichung der Lohnsteuerklasse V
13. mehr Schutz gegen Hass, Hetze und Gewalt gegen Frauen durch spezifische Erfassung der Gewaltmotive in der amtlichen Krimialstatistik, antragslose Ermittlung und Verfolgung von entsprechenden Straftaten im Netz, wirksamere Ermittlungsbefugnisse und mehr Verantwortlichkeiten bei Plattformbetreibern
14. das Verbot der Prostitution von Heranwachsenden unter 21 Jahren und mit schwangeren Frauen sowie Einführung einer Freierstrafbarkeit für die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen mit Heranwachsenden und schwangeren Frauen
15. die Umsetzung der UN-Resolution 1325 zur vollständigen und gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in Friedens- und Sicherheitsprozessen
16. die Reform des Bundeswahlrechts, die Modernisierung der Parlamentsarbeit und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Mandat.
Quelle:
Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV
Claudia Hassenbach
Bundesgeschäftsführerin
Bundesgeschäftsstelle der Frauen Union der CDU Deutschlands
Klingelhöferstr. 8
10785 Berlin
Telefon: 030 / 22070-453
Telefax: 030 / 22070-439
E-Mail: fu@cdu.de

 

er

Kategorien
8.-März-Bündnis Nordisches Modell Prostitution

100 Jahre Internationaler Frauentag – TV38 greift das Jubiläum im Rahmen zweier Sendungen auf:

Quelle: TV38 und Foto

Wir fangen an am Montag, dem 8. März und Internationalen Frauentag um 17 Uhr mit der wöchentlichen Gesprächssendung „Bäse-Jöbges und Raupach“. Erleben wir in Corona-Zeiten, dass es beim Thema Gleichstellung der Geschlechter eine Rolle rückwärts gibt? Und wieso sind es typisch weibliche Berufsfelder wie die Pflege, die schlechte Arbeitsbedingungen aufweisen? Bäse-Jöbges und Raupach diskutieren.

In unserem Wochenmagazin „TV38 Kompakt“ am Freitag, dem 12. März um 19 Uhr berichten wir über die Demonstration „Smash the Backlash“ in der Braunschweiger Innenstadt vom 6. März, veranstaltet vom Feministischen Bündnis Braunschweig.
Außerdem zeigen wir ein Interview mit Annette Bossert von der Frauen-Union Braunschweig, in dem es um das neue Positionspapier der Unionsfraktion im Bundestag zu Prostitution geht. Weil das Papier kein Sexkaufverbot fordert, ist die Frauen-Union Braunschweig davon nur mäßig begeistert.
Radio Okerwelle
Frauen Union Landesverband Braunschweig
Feministisches Bündnis Braunschweig
TV38 – Fernsehen zwischen Harz und Heide
Foto: Annette Bossert FU Braunschweig, Christian Raupach Redakteur TV38