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Internationaler Frauentag 2023

Rund um den 8.März hat das Braunschweiger Bündnis wieder ein spannendes Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. In Workshops, Vorträgen und bei Aktionen wird gemeinsam beleuchtet, wie wichtig frauenpolitisches Engagement aktuell ist.

Weiblichkeitszeichen umkreist von dem mehrsprachigen Wort "Frauen"(© Gleichstellungsreferat Braunschweig)

Ohne Feminismus wird das nix!
Wir leben in einer Welt, in der wir von existenziellen Krisen fast überrollt werden: Die Erderwärmung scheint kaum zu stoppen zu sein, Rechtsradikalismus und Antifeminismus erstarken, Hungernöte breiten sich aus, Pandemien, Energie-Engpässe und ein Krieg in Europa bedrohen unseren Alltag in erschreckender Weise. Und in einer schier rasenden Geschwindigkeit öffnet sich die Schere zwischen arm und reich weltweit und auch in unserer Demokratie.
Gleichzeitig ist keine Krise von der anderen zu trennen. Müssen wir alles gleichzeitig angehen oder geben wir lieber gleich auf und fügen uns ins Unvermeidbare?
Inmitten dieser erschreckenden Szenarien wird jedoch deutlich, dass sich immer ausdrücklicher Frauen zu Wort melden:

·         Frauen, die im Iran mutig für ihre Freiheit und Rechte kämpfen

·         Aktivistinnen, die sich weltweit unermüdlich für Klimaschutz einsetzen

·         Frauenbündnisse, die sich für Frieden und Gewaltschutz stark machen

·         Kleinbäuerinnen, die vor Ort dazu beitragen, dass die regionale Versorgung sichergestellt wird

·         Wissenschaftlerinnen, die an innovativen Lösungswegen arbeiten

–  sie alle werden lauter und finden immer mehr Verbündete. Höchste Zeit! Die notwendigen Veränderungen in Bildung, Klimapolitik, Friedensgesprächen, Ernährung und Wirtschaft führen nachhaltiger und sicherer zum Erfolg, wenn Frauen sich Gehör verschaffen, sich beteiligen und beteiligt werden. Der Feminismus ist nicht nur in diesen Bereichen wichtiger denn je.

Dabei beschränkt sich das Ziel des Feminismus nie nur auf Menschen, die in einem weiblich zugeordneten Körper geboren werden. Das Ziel war schon immer ein gutes Leben für alle überall auf der Welt. Denn Benachteiligungen und Diskriminierungen jeder Art bedingen sich gegenseitig und verstärken sich.
Deshalb bedeutet Feminismus – wie wir ihn verstehen – Solidarität. Der gemeinsame Widerstand gegen Unterdrückungsmechanismen, Ausbeutung und Gewalt jeglicher Art ist aus unserer Sicht der entscheidende Hebel, mit dem wir eine lebenswerte und gerechte Welt erarbeiten und erhalten können. Denn:
Zusammen sind wir mächtig!

Das 8.März-Bündnis Braunschweig
Die regionale Initiative zum Internationalen Frauentag

Programmfaltblatt zum HerunterladenPDF-Datei215,06 kB

Internationaler Frauentag 2023 | Stadt Braunschweig
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Allgemein Nordisches Modell Nordisches Modell Online Prostitution Stärkung von Frauen Veranstaltung

Online-Veranstaltung zum „Nordischen Modell“

Foto: Annette Widmann-Mauz, Source: Jan Kopetzky

am Donnerstag, den 23. Februar 2023, um 19.00 Uhr                    

mit Annette Widmann-Mauz, MdB, Vorsitzende der Frauen Union Deutschland
und
Solveig Senft, Mitglied bei Sisters e.V. und Cap International, Engagement gegen Sexkauf

Moderation:                                                                                  Marion Övermöhle-Mühlbach, Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen

Wir diskutieren die Themen rund um das „Nordische Modell“. Dazu gehören der Kampf gegen Zwangsprostitution,  Menschenhandel, Hilfen beim Ausstieg aus der Prostitution, die Bestrafung von Freiern, die Aufklärung zur Loverboy-Methode und das Rotlichtmilieu.

Ihre Teilnahme ist wichtig. Seien Sie dabei und helfen etwas zu verändern!

Anmeldung unter: info@fu-niedersachsen.de

Die Einwahldaten werden Ihnen im Anschluss zugeschickt.

Wir freuen uns auf ihre/eure Teilnahme

Arbeitskreis „Nordisches Modell“ FU Niedersachsen
Frauen Union der CDU Niedersachsen
Hindenburgstr. 30, 30175 Hannover – Telefon: +49 511 / 27991-64 – Telefax: +49 511 / 27991-9964
info@fu-niedersachsen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sophie Ramdor zur Bildungspolitik in Niedersachsen

Plenarreden | Sophie Ramdor

https://sophieramdor.de/plenarreden/

Gute Bildung fängt ganz früh an

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Allgemein Gesundheit Medizinstudienplatz

Sophie Ramdor: „Der Wissenschaftsminister muss sich an eigenen Antworten messen lassen. Braunschweig steht bereit und wird für den Medizincampus kämpfen.“

Die Landtagsabgeordnete Sophie Ramdor, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, unterstützt die erneute Forderung von Oberbürgermeister Dr. Kornblum und der TU Präsidentin Prof. Dr. Ittel nach mehr Medizinstudienplätzen in Niedersachsen und sieht Braunschweig als geeigneten Standort.

„Braunschweig hat erwiesenermaßen die besten Voraussetzungen. Mit der High-End Forschung der Lebenswissenschaften in Braunschweig und dem Städtischen Klinikum als überregionalem Maximalversorger ist unsere Stadt in der Lage, den Medizin- und Wissenschaftsstandort Niedersachsen durch einen Ausbau der Studienplätze zu stärken. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen dem Ärztemangel im Land entgegenwirken und die Gesundheitsversorgung sichern“, sagt Ramdor MdL.
Die CDU-Landtagsfraktion hat hierzu bereits beim Wissenschaftsministerium nachgehakt. Auf eine Anfrage antwortete das Ministerium, dass eine medizinische Fakultät in Braunschweig in Erwägung gezogen werden könne, wenn der Wunsch bei den Akteuren vor Ort bestehe. „Dieser Wunsch wurde nun erneut offen von Seiten der Stadt und der TU Braunschweig geäußert. Wir brauchen zukünftig mehr Medizinstudenten, auch aus Braunschweig. Nun ist es an Ministers Mohrs, die Thematik anzugehen“, fordert Ramdor.

Jährlich sollen in Deutschland 5000 neue Mediziner ausgebildet werden, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, so die Vorgabe des Bundesgesundheitsministeriums. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hält dafür bis zu 400 neue Studienplätze in Niedersachsen für notwendig, um diese Vorgaben erfüllen zu können. 2020 scheiterte eine geplante Kooperation des Städtischen Klinikums mit der Universitätsmedizin Göttingen. Im Laufe dieses Verfahrens haben jedoch Machbarkeitsstudien gezeigt, dass ein Campus in Braunschweig beste Voraussetzungen hätte. Bisher mangelte es insbesondere an finanziellen Mitteln und einer politischen Priorisierung seitens der Landesregierung.
„Ich hoffe sehr, dass das Ministerium zu seinen Antworten aus dem vergangenen Jahr steht und gesprächsoffen und konstruktiv das Thema bearbeitet. Wir werden den Ausbau der Studienplätze im Landtag weiter begleiten“, so Ramdor.

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Frohe Weihnachten

Die Frauen Union Braunschweig wünscht eine geruhsame Weihnachtszeit und für 2023 alles erdenklich Gute.

Zur INFORMATION:
Die CDU Kreisgeschäftsstelle und das Bundestagsbüro von Carsten Müller bleiben in der Zeit vom 22.12.2022 bis zum 06.01.2023 geschlossen.

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Weltweiter Tag gegen Gewalt an Frauen: Aktionen zu „Orange the World“ in Braunschweig

Am 25. November, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, ruft UN-Women weltweit zu Aktionen gegen Gewalt an Frauen auf. Auch Braunschweig nutzt diesen Tag für Aktionen gegen Gewalt an Frauen, in der symbolischen Farbe Orange.

Die Farbe Orange begegnet den Braunschweigerinnen und Braunschweigern an diesem Tag auf den LED-Tafeln am BraWo Park, als Kinospot im Universum, auf der Newswall des Pressehauses
und auf der Fahne vor dem Altstadtrathaus.
Der Zonta Club Braunschweig steht mit einer orangenen Sitzbank ab 14 Uhr in der Schuhstraße in Braunschweig. Die Zontians informieren über Anlaufstellen bei Gewalt gegen Frauen und laden zu Foto-Statements ein.
Unter dem diesjährigen Motto „Read the signs“ informiert der Soroptimist Club Braunschweig zusammen mit der Frauenberatungsstelle ab 17.00 Uhr vor dem Kleinen Haus des
Staatstheaters über die Prävention von häuslicher Gewalt und macht auf konkrete Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Frauen aufmerksam. Symbolisch werden Orangen
verteilt.
Gewalt gegen Frauen wird oft bagatellisiert, vor Jahren war Partnerschaftsgewalt eine „Privatsache“ und kein offizielles Gewaltdelikt. Dies hat sich geändert durch viele Jahre Bewusstseinsarbeit, auch deshalb ist der 25. November als jährlicher weltweiter Tag gegen Gewalt an Frauen so wichtig.

Laut Bundeskriminalamt stieg die Zahl der Gewaltopfer in Partnerschaften um 4,4 Prozent von 141.792 Opfern im Jahr 2019 auf 148.031 Opfer im Jahr 2020. Die Betroffenen waren zu 81 Prozent Frauen.
Bei der Staatsanwaltschaft in Braunschweig steigen die Zahlen im Bereich häuslicher Gewalt auch in diesem Jahr deutlich an. Bedrohung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Vergewaltigung:
Gewalt kommt in Paarbeziehungen nach wie vor erschreckend häufig vor. Das sind höchst alarmierende Zahlen, die aber wegen der großen Dunkelziffer nicht einmal das ganze Ausmaß der Gewalt gegen Frauen abbilden.

Die Istanbul-Konvention
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine der am weitesten verbreiteten Verletzungen der Menschenrechte. Sie umfasst viele Formen von Gewalt: z. B. häusliche Gewalt, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Zwangsheirat und Kinderehe, Genitalverstümmelung, Stalking, Zwangsprostitution oder sexuelle Belästigung.
2017 hat Deutschland die Istanbul-Konvention ratifiziert, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Mit klaren Worten
definiert die Istanbul-Konvention Gewalt gegen Frauen als Diskriminierung und Menschenrechtsverletzung und verdeutlicht, dass der häuslichen Gewalt systematisch begegnet werden muss. Die Staaten, die das Übereinkommen unterzeichnet haben, verpflichten sich zu einem offensiven Vorgehen gegen jegliche Form der Gewalt gegen Frauen.
Dabei sind in erster Linie Maßnahmen aus den Bereichen Gewaltschutz und Gewaltprävention erforderlich. Aber auch eine aktive Gleichstellungspolitik wird laut der Istanbul-Konvention als
Beitrag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen betrachtet. Im Rahmen des Gewaltschutzes sind zur Unterstützung betroffener Frauen flächendeckende Beratungseinrichtungen nötig.
Außerdem muss die Zahl der Frauenhausplätze erheblich ausgebaut werden, um dem Bedarf gerecht zu werden. Ebenso sind präventive Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Kinder auszubauen. Auch der Ausbau von  Täterberatungsstellen ist ein wichtiges Thema, denn Täterarbeit ist Opferschutz.
Wir fordern, den Opferschutz ernst zu nehmen. Deutschland muss ein sicherer Ort für Frauen und Mädchen sein! Gewaltschutz ist in den Bereichen sexualisierter und häuslicher Gewalt keine freiwillige Leistung, sondern eine Verpflichtung von Bund, Land und Kommunen.

Source:
Marion Lenz
Gleichstellungsbeauftragte
Platz der Deutschen Einheit
38100 Braunschweig
Tel.: 0531 470 21 00
Mobil: 0162 24 93 068
Fax: 0531 470 22 88
E-Mail: marion.lenz@braunschweig.de

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25.11. Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen, egal ob physisch und/oder psychisch, ist immer noch ein weit verbreitetes Phänomen.
Besonders die anhaltende Corona-Pandemie und der dadurch hervorgerufene Mangel an Schutzräumen, haben die Situation für viele Frauen noch einmal verschärft. Alle 45 Minuten wird eine Frau in Deutschland durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin. Durch den gewaltsamen Tod von Mahsa Amini in Teheran und die dadurch hervorgerufene Protestwelle im Iran zeigt sich auch die aktuelle internationale Relevanz des Themas.

Für den 25.11., dem Tag gegen Gewalt an Frauen, hat die CDU daher umfangreiches Bildmaterial für die Multimedia-Datenbank erarbeitet und wird auf den Social Media-Kanälen dazu kommunizieren – Liken oder Teilen Sie unsere Beiträge gerne!

Source: Aktionen zum Orange Day | CDUplus

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Positionspapier zu den Eckpunkten der Bundesregierung für ein Selbstbe-stimmungsgesetz

Im Juni 2022 hat die Bundesregierung Eckpunkte für ein Selbstbestimmungsgesetz vorgelegt.

Das geplante Selbstbestimmungsgesetz soll an die Stelle des Transsexuellengesetzes von 1980  treten, das vom Bundesverfassungsgericht bereits 2011 in Teilen als verfassungswidrig eingestuft wurde. Schon die Eckpunkte für das Selbstbestimmungsgesetz haben eine Reihe von Fragen und Diskussionen über die Neuregelung ausgelöst. Die Ampel-Regierung verbindet mit der Reform weitreichende gesellschaftspolitische Erwartungen. Betroffene erhoffen sich davon Selbstbestimmung und Diskriminierungsschutz. Gegnerinnen befürchten tiefgreifende Auswirkungen gerade in Bezug auf Frauen und deren Schutzbedürfnisse.

Der Bundesvorstand hat auch vor dem Hintergrund von Impulsen aus einem Fachgespräch mit Betroffenen, Expertinnen und Mitgliedern intensiv zu den Eckpunkten des Gesetzes beraten und Positionen formuliert.

Das Positionspapier des Vorstands der Frauen Union der CDU Deutschlands zu den Eckpunkten der Bundesregierung für ein Selbstbestimmungsgesetz finden Sie [hier]

Source:
Frauen Union der CDU Deutschlands
vertreten durch die Vorsitzende
Annette Widmann-Mauz MdB
Klingelhöferstr. 8
10785 Berlin
Telefon: 030 / 22070-453
Telefax: 030 / 22070-439
E-Mail: fu@cdu.de

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Neuwahl bei der Frauen Union Kreisverband Braunschweig

Auf der Mitgliederversammlung der Frauen Union des Kreisverbandes Braunschweig wurde am gestrigen Montag der Vorstand neu gewählt.

Der Vorstand setzt sich zusammen aus Dr. Birgit Pohl als Vorsitzende sowie Annette Bossert als deren Stellvertreterin.
Die neue Landtagsabgeordnete Sophie Ramdor übernimmt ab jetzt die Schriftführung. Dr. Stefanie Franke, Katharina Gaide, Julia Kark und  Heike Otto sind als Beisitzerinnen gewählt worden.

Als Delegierte für den Landesverband Braunschweig der Frauen Union wurden Annette Bossert, Julia Kark, Heike Otto, Sophie Ramdor und Dr. Stefanie Franke bestimmt, als Ersatzdelegierte Lieselotte Richers.
Delegierte für den Landesverband Niedersachsen sind Annette Bossert, Julia Kark und Dr. Birgit Pohl sowie Dr. Stefanie Franke und Katharina Gaide als Ersatzdelegierte.

Für den Kreisausschuss der CDU Braunschweig stehen Dr. Birgit Pohl, Annette Bossert und Julia Kark zur Verfügung.

Alle neuen Vorstandsmitglieder bedanken sich recht herzlich für das ihnen entgegen gebrachte Vertrauen und werden ihre Energie, ihre Ideen, ihr Engagement und ihre Kreativität in den nächsten zwei Jahren zum Wohl der Frauen in Braunschweig einsetzten.

Der neue Vorstand bedankt sich recht herzlich bei den ausgeschiedenen Vorstandsfrauen Friederike Harlfinger und Lieselotte Richers und freut sich, auch in Zukunft auf ihr Wissen zurückgreifen zu können.

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Resolution des Vorstands der Frauen Union der CDU Deutschlands

Frau. Leben. Freiheit.
Für Demokratie und Selbstbestimmung im Iran

Die Proteste der Iranerinnen und Iraner gegen das Mullah-Regime reißen auch über sieben Wochen nach dem von Polizeikräften verursachten gewaltsamen Tod von Jina Masha Amini nicht ab. Frauen, auch sehr junge Frauen und Mädchen, sind die treibende Kraft der Proteste für einen gesellschaftlichen Wandel. Ihr Mut, Gesicht zu zeigen und das Kopftuch zu verweigern, wirkt wie eine Initialzündung, mit der sich der über 40 Jahre aufgestaute Protest gegen das Mullah-Regime entlädt.

Die Islamische Republik hat ihre Macht seit ihrer Gründung mit Brutalität und Unterdrückung zementiert, vor allem gegenüber Frauen und Mädchen. Und auch jetzt geht sie immer erbarmungsloser gegen die Proteste vor: Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Aktivisten, Journalisten, Frauenrechtlerinnen und Musiker werden auf offener Straße verhaftet und aus ihren Wohnungen, Schulen und Studentenwohnheimen abgeführt. Mindestens 300 zumeist junge Menschen haben ihren Kampf für Freiheit und Demokratie bereits mit dem Leben bezahlt. Mehr als 14.000 Menschen wurden festgenommen, viele von ihnen ohne Verfahren eingesperrt, misshandelt, zu Tode geprügelt. Ihre Familien werden unter Druck gesetzt oder verhaftet, um unter Folter und in Schauprozessen Geständnisse zu erzwingen. In einer Erklärung fordert das iranische Parlament nun, die Proteste als „Krieg gegen Gott“ zu ahnden, worauf im Iran die Todesstrafe steht.

Wir stehen uneingeschränkt an der Seite der Iranerinnen und Iraner, die sich gegen das Regime erheben und für Freiheit und Demokratie kämpfen. In dem Ruf „Frau. Leben. Freiheit.“ spiegelt sich der unbändige Mut und Freiheitsdrang eines ganzen Volkes. Gleichberechtigung wird so zur Schlüsselfrage für die Einhaltung der Menschenrechte im Iran.
Anlässlich der Debatte im Deutschen Bundestag zu den Protesten im Iran am 9. November 2022 fordern wir auch von der Bundesregierung konkrete weitergehende Maßnahmen:

Wir fordern ein Ende der schweren, systematischen Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes, für deren Dokumentation und Aufklärung sich Deutschland auf internationaler Ebene einsetzen muss.

Wir fordern weitere Maßnahmen, die die Machtelite des Iran unmittelbar treffen und isolieren – mit einer Ausweitung von Sanktionen, dem Einfrieren von Vermögen und Einreisesperren. Diese müssen auch für in Deutschland ansässige Firmen gelten, die daran beteiligt sind, dass das Internet im Iran eingeschränkt wird.

Wir müssen die iranische Zivilgesellschaft stärken, auch indem wir ihr Zugang zu alternativen Kommunikationsmedien ermöglichen. Deutschland und seine Partner müssen die Zukunft der Verhandlungen um das iranische Nuklearabkommen im Lichte der Proteste neu bewerten. Die aktive Beteiligung des Irans am verbrecherischen Krieg in der Ukraine durch den Verkauf von Drohnen an Russland kann nicht ohne Konsequenzen bleiben.
Wir können und wollen nicht tatenlos dabei zusehen, wenn Mädchen, junge Frauen und Männer, die für die Zukunft ihrer Generation und ihres Landes kämpfen, der Willkür eines brutalen Regimes zum Opfer fallen.

Source:
Frauen Union der CDU Deutschlands
vertreten durch die Vorsitzende Annette Widmann-Mauz MdB
Klingelhöferstr. 8
10785 Berlin
Telefon: 030 / 22070-453
Telefax: 030 / 22070-439
E-Mail: fu@cdu.de