Kategorien
50 Frauenquote 8.-März-Bündnis

Postkartenaktion zum Niedersächsischen Gleichberechtigungs-gesetz (NGG)

Liebe Interessierte,
die LAG Gleichstellung hat zum Internationalen Frauentag eine Postkarte entworfen, um an Ministerpräsident Weil zu appellieren, ein starkes NGG zu ermöglichen und sich vom Gegenwind über den vermeintlich erhöhten Bürokratieaufwand nicht einnehmen zu lassen.

Wir wissen aus der täglichen kommunalen Gleichstellungsarbeit: Das überarbeitete NGG bringt einige Klarstellungen, die dem Verfassungsauftrag des Grundgesetzes und der aktuellsten Rechtsprechung entsprechen – ohne großen bürokratischen Mehraufwand.
Diese Postkarte finden Sie/findet Ihr als PDF im Anhang, dann können Sie/könnt ihr sie entweder digital, per Mail und Social Media verbreiten oder selbst ausdrucken und an den MP versenden. Wir werden die gedruckten Postkarten auch rund um den 8. März verteilen. Darüber hinaus hat die LAG ein Info-Paket zum NGG auf unserer Webseite zusammengestellt:

https://gleichstellung-niedersachsen.de/aktuelles/blog/postkarte-zum-niedersaechsischen-gleichberechtigungsgesetz-ngg

Wir freuen uns über eine breite Unterstützung!

Source:
Marion Lenz
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte
Stadt Braunschweig  Gleichstellungsreferat Bohlweg 55 38100 Braunschweig Tel.: 0531 470  21 00 Mobil: 0162 24 93 068  Fax: 0531 470  22 88 E-Mail: marion.lenz@braunschweig.de <mailto:marion.lenz@braunschweig.de> Web-Seite: http://www.braunschweig.de/frauen <http://www.braunschweig.de/frauen>

Kategorien
8.-März-Bündnis Frauen Gleichberechtigung Internationaler Frauentag

Ende der Bescheidenheit! Statement zum 8.März-Bündnis

„Wir stehen für eine starke und selbstbewusste Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft. Das ‚Ende der Bescheidenheit‘ bedeutet für uns, dass Frauen ihre Stimme erheben und ihre Fähigkeiten und Talente bewusst einbringen.“
Frauen Union Kreisverband CDU Braunschweig

Kategorien
8.-März-Bündnis Frauen Frauenrechtskonvention

Internationaler Frauentag 2025 – Einladung

Sehr geehrte Damen, liebe Frauen,
die Veranstaltungsreihe rund um den Internationalen Frauentag 2025 ist Mitte Februar gestartet.
Wir wollen mit dieser Mail noch einmal auf die Veranstaltungen hinweisen, die direkt am Internationalen Frauentag 2025 stattfinden.
*         Frauen-Empfang um 11 Uhr in der Dornse des Altstadtrathauses
*         Demostart um 14 Uhr auf dem Kohlmarkt
*         Frauentanzparty ab 19 Uhr im Haus der Kulturen

Das vollständige Programm des 8.März-Bündnisses finden Sie hier: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0150/8._Maerz.php <https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0150/8._Maerz.php>

Source: i.A. Ulrike Adam, Stellv. Gleichstellungsbeauftragte                Gleichstellungsreferat der Stadt Braunschweig                            Bohlweg 55, 3. Stock 38100 Braunschweig, Tel.: 0531 470 2216,Mobil: 0162-2493470, Email: ulrike.adam@braunschweig.de

Hier finden Sie alles:
http://www.braunschweig.de/frauen>

 

 

Kategorien
8.-März-Bündnis

Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag im Rahmen des 8. März Bündnisses

Programmübersicht

Samstag, 15.2./20 Uhr Antipatriarchales Wunschkonzert im Kleinen Haus des Staatstheaters

Donnerstag, 27.3./19.30 Uhr Film „Morgen ist auch noch ein Tag“ im Mütterzentrum/ MehrGenerationenhaus

Dienstag, 4.3./15 Uhr Film + Austausch zum Thema FGM/C/ bei pro familie Beratungsstelle Braunschweig

Mittwoch, 5.3./18 Uhr Ausstellungseröffnung „Frauen und Migration“ im Mütterzentrum/ MehrGenerationenhaus

Donnerstag, 6.3./19 Uhr Film „The day Iceland stood still“ im universum Filmtheater

Freitag, 7.3./19 Uhr Märchenabend in der Kaufbar

Samstag, 8.3./11 Uhr Frauen-Empfang in der Dornse

Samstag, 8.3./14 Uhr Demo auf dem Kohlmarkt

Samstag, 8.3./19 Uhr Frauentanzparty im Haus der Kulturen

Montag, 10.3./ 17.30 Uhr Gute Arbeit auch für Frauen? Diskussion im Gewerkschaftshaus

Dienstag, 11.3. /19 Uhr Durchstarten in eigener Zeit: Frauen auf Erfolgskurs im KULT Theater

Freitag, 14.3./16 Uhr Starke Mädchen auf der Leinwand im Kinder- und Jugendzentrum Mühle

Freitag, 14.3./18 Uhr Frauengottesdienst in der St. Martini Kirche

Sonntag, 16.3./14 Uhr Frauen-Kleider-Börse im Mütterzentrum/ MehrGenerationhaus

Montag, 17.3. / 18 Uhr Film „Petra Kelly – Act now!“ Ägidienmarkt 13

Montag, 17.3/ 19 Uhr Online-Vortrag: „Kein Beruf wie jeder andere.“

Donnerstag, 20.3./ 18 Uhr Lesbisch-queere Vernetzung bei Onkel Emma

Samstag, 22.3./ 10 Uhr Hexenfrühstück Schloßstr. 8

Sonntag, 23.3./ 17 Uhr „Der lange Weg der Emanzipation“ Konzert mit Stefanie Golisch im Kinderschutzbund

Bündnispartnerinnen 2025

Amnesty International Braunschweig
Bilmatî e.V.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Braunschweiger Aidshilfe e.V.
DIE LINKE
DGB-Frauen Braunschweig
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten – Ausstellung „Rosenstraße 76“
Erzählwerkstatt Braunschweig e.V.
Fair in Braunschweig
Feministisches Bündnis Braunschweig
frauenBUNT e.V.
Frauen Union Kreisverband CDU Braunschweig
Gleichstellungsreferat der Stadt Braunschweig
Haus der Kulturen Braunschweig e.V.
IJM Deutschland e.V. Regionalgruppe Braunschweig-Hannover
KirchenFrauenKonvent der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Koordinierungsstelle LSBTIQ* der Stadt Braunschweig
Lebenshilfe Braunschweig
Mädchenarbeitskreis der Stadt Braunschweig (MAK)
„Mein Körper gehört mir!“ e.V.
Mütterzentrum/ MehrGenerationenhaus
Omas gegen Rechts
pro familia Braunschweig
Sichtbar. Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt
SisterAct/ Frauennetzwerk der Friedenskirche
SPD FRAUEN
Staatstheater Braunschweig
StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt
Trans*Beratung Region Braunschweig
ver.di – Ortsfrauenrat Nord
Wirtschaftsfrauen Region Braunschweig e.V.
sowie kulturell und gesellschaftlich engagierte Frauen.
Alle, die mitarbeiten wollen, sind herzlich willkommen.

Kategorien
8.-März-Bündnis Allgemein Frauen Frauenrechtskonvention Internationaler Frauentag Nordisches Modell Nordisches Modell Prostitution Termine 2025

SAVE THE DATE: Online-Veranstaltung Traumafolgen in der Prostitution

Der Arbeitskreis Prostitution/Nordisches Modell der Frauen Union des Landesverbandes Braunschweig lädt Sie herzlich zu einer besonderen Online-Veranstaltung ein:

Thema: Traumafolgen in der Prostitution
Datum: Montag, 17. März 2025
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Online (Zugangsdaten werden nach Anmeldung zugesandt)

Wir freuen uns sehr, Frau Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer als Referentin begrüßen zu dürfen. Frau Schmid-Hagenmeyer ist Expertin für Traumafolgen und engagiert sich intensiv im Rahmen der Deutschen Koordinierungsstelle gegen Menschenhandel (DKRA). Ihre Arbeit fokussiert sich darauf, Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung in ihrer Heilung zu unterstützen und präventive Maßnahmen zu fördern.

Die Veranstaltung wird von der Vorsitzenden der Frauen Union des Landesverbandes Braunschweig, Marion Overmöhle-Mühlbach, moderiert.

Programm:

  • Begrüßung durch Marion Overmöhle-Mühlbach
  • Vortrag: „Traumafolgen in der Prostitution“ von Brigitte Schmid-Hagenmeyer
  • Fragen und Diskussion

Diese Veranstaltung bietet eine wertvolle Gelegenheit, Einblicke in die psychischen und sozialen Auswirkungen der Prostitution zu gewinnen und über Lösungsansätze ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung:
Bis zum 14. März 2025 per E-Mail an:

frauenunion@cdu-lv-braunschweig.de

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch!

Mit herzlichen Grüßen

Annette Bossert
Leiterin des Arbeitskreises Prostitution/Nordisches Modell
Frauen Union Landesverband Braunschweig

Kategorien
8.-März-Bündnis Internationaler Frauentag Veranstaltung

Workshop – „Klar und souverän auch mal NEIN sagen“

(© Gleichstellungsreferat Braunschweig)

Die Frauen Union Kreisverband Braunschweig beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am 8.März-Bündnis zum Internationalen Frauentag.
Samstag, 18.3. 11:00 Uhr
Workshop – „Klar und souverän auch mal NEIN sagen“
Bei zunehmender beruflicher und privater Belastung ist es wichtig, sich abzugrenzen. Sonst führt die Zahl der eingegangenen Verpflichtungen schnell zur Überforderung. Doch warum ist es so schwierig, NEIN zu sagen?
In diesem Workshop zur Kommunikation in herausfordernden Situationen befassen wir uns mit der Frage, wie man gut, souverän und fair NEIN sagen kann, so dass Klarheit geschaffen wird, Vertrauen und Akzeptanz aber nicht beeinträchtigt werden.
Referentin: Dr. Stefanie Franke
Veranstaltet von: Frauen Union Kreisverband Braunschweig
Ort: Gieselerwall 2, CDU Kreisgeschäftsstelle
Anmeldung: kontakt@fu-braunschweig.de
Teilnahmekosten: gratis
Dauer: 1,5 Stunden

Hinweise zum Internationalen Frauentag Stadt Braunschweig
Internationaler Frauentag 2023 | Stadt Braunschweig

Kategorien
75 Jahre CDU 8.-März-Bündnis Frauen Frauen Union Deutschlands Frauenrechtskonvention

„2023 – Das Jahr der Frauen Union“

Annette Widmann-Mauz, MdB, Foto: Jan Kopetzky

Liebe Frauen,
wir haben „2023 – Das Jahr der Frauen Union“ mit der gezielten Ansprache von Neumitgliedern und Mitgliederwerbung begonnen. Unsere weiteren Aktivitäten in diesem Jahr bieten vielfältige Anknüpfungspunkte, um die Neumitglieder in unsere Arbeit einzubinden und weitere Frauen für eine Mitgliedschaft zu begeistern.

Im zweiten Aktionszeitraum März/April wollen wir anlässlich des Jahrestages des Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar 2022 und dem Internationalen Frauentag am 8. März den Schwerpunkt auf unsere „Solidarität mit Frauen weltweit“ legen. Dabei geht es uns darum, die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen weltweit einzufordern und sie konkret in ihrer prekären Situation zu unterstützen.

In unserem Konzept sind weitere Informationen und Anregungen für Veranstaltungen und Aktionen zu finden:

2023 – Das Jahr der Frauen Union
Konzept zweiter Themenschwerpunkt – Berlin, 15.02.2023
„Solidarität mit Frauen weltweit“
1. Thematischer Schwerpunkt. „Solidarität mit Frauen weltweit“ ist der zweite Themenschwerpunkt in unserem Jahr der Frauen Union 2023. Inhaltlich führen wir damit unsere Initiativen für ukrainische Frauen und Kinder auf der Flucht sowie für Demokratie und Selbst-bestimmung im Iran konsequent weiter.
Vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine haben wir uns bereits im März 2022 für die humanitäre Hilfe und den Schutz für Frauen und Kinder auf der Flucht eingesetzt. Die Entwicklung zeigt: Wir müssen noch mehr tun!
Seit dem durch Polizeikräfte verursachten gewaltsamen Tod von Jina Masha Amini reißen die Proteste im Iran nicht ab. Den Massendemonstrationen folgten Verhaftungen und Hinrichtungen. Viele Abgeordnete im Europäischen Parlament, dem
Bundestag und den Landtagen haben zwischenzeitlich Patenschaften für politisch Inhaftierte im Iran übernommen und setzen sich so für sie ein.

Die Situation der Frauenrechte in Afghanistan hat sich deutlich verschlechtert. Nachdem den Frauen bereits der Zugang zu Universitäten und Mädchen der Besuch von Oberschulen verboten wurde, eskaliert die Situation. Grundschülerinnen werden nach Hause geschickt und Grundschullehrerinnen sollen nicht mehr arbeiten dürfen. Damit wird das afghanische Bildungssystem destabilisiert, welches vor allem in den Grundschulen von Frauen abhängt.
Der Deutsche Bundestag hat im Januar die Gräueltaten an den Êzîden als Völkermord anerkannt und so u.a. den Blick darauf gelenkt, dass sich Schätzungen zufolge immer noch 2.700 Êzîdinnen in der Gewalt von Islamisten befinden.
Durch das Jahrhundert-Erdbeben in der Türkei und Syrien sind zehntausende Menschen gestorben, Häuser und Infrastruktur sind zerstört. Unzählige Menschen sind mitten im Winter ohne feste Unterkunft und auf Hilfe aus anderen Regionen ihrer Heimatländer und durch die internationale Gemeinschaft angewiesen. Auch hier
gilt unser besonderes Augenmerk der Situation von Frauen und Kindern.
Die Entwicklungen in diesen Krisenregionen sind für die Frauen Union der CDU Mahnung und Auftrag zu Solidarität und konkreter Unterstützung für Frauen weltweit. Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung sind unerlässliche Grundlage für eine humane Gesellschaft und Frieden weltweit.

2. Termin
Zeitraum März/ April
Der Internationale Frauentag 2023 steht bei uns unter dem Motto „Solidarität mit Frauen weltweit“.
Die Gedenktage anlässlich des Jahrestags des Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar 2022 und der Internationalen Frauentag am 8. März 2023 sind gute Anknüpfungspunkte, den Blick auf die Situation der Frauen- und Menschenrechte weltweit zu lenken.
Wir wollen Öffentlichkeit herstellen und Aufmerksamkeit für die Themen generieren.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie „2023 – Das Jahr der Frauen Union“ auf allen Ebenen aktiv mitgestalten und wir so unsere Attraktivität als Vereinigung der CDU nach innen und nach außen im Jubiläumsjahr gemeinsam unterstreichen und noch mehr Frauen von unseren Ideen und Konzepten begeistern und in unsere Gemeinschaft einbinden könnten.

Für Rückfragen steht Ihnen das Team der Bundesgeschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Annette Widmann-Mauz MdB
Frauen Union der CDU Deutschlands
Vorsitzende
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
Telefon   +49 30 22070453
E-Mail    fu@cdu.de 

Internet   www.frauenunion.de

Kategorien
8.-März-Bündnis Braunschweig Frauen Union Niedersachsen Nordisches Modell Prostitution

FU zum Internationalen Frauentag

Am 10. März 2022 hatte die FU Braunschweig im Rahmen des 8. Märzbündnisses Luca Lehmann von Solwodi zu Gast. Sehr bewegend und informativ wurde das Frauen ausbeutende System der Prostitution in Deutschland erläutert. Ein herzliches Dankeschön auch an die 19 Teilnehmerinnen, die sich in den Austausch zum Thema eingebracht haben. Einmal mehr hat es uns bestätigt, uns für die Einführung des Nordischen Modells in Deutschland stark zu machen.

Foto: Andreas Weber, Landesverband der CDU Braunschweig
v.l. Luca Lehmann (Solwodi), Annette Bossert (FU BS), Dr. Birgit Pohl (FU BS).

Kategorien
8.-März-Bündnis Braunschweig Frauen Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag 2022 – Frauen als bedrohte Geflüchtete und ihre Rolle in Friedensprozessen

Foto: Marion Lenz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig
@Jörg Scheibe

Die letzten Tage machen deutlich, wie instabil der Frieden in der Welt – auch in Europa – sein kann. Ein guter Anlass, am Internationalen Weltfrauentag einen Blick auf die Bedrohung für Frauen und Kinder durch sexuelle Ausbeutung als Geflüchtete und die Rolle von Frauen in Friedensprozessen zu werfen.

Gefahr der sexuellen Ausbeutung für Flüchtende

Auf dem Weg über die rettenden Grenzen wartet eine neue Gefahr: Schlepper versuchen die Not der Fliehenden auszunutzen. Frauen und Kinder sind oft auf sich allein gestellt und es droht ihnen unter anderem sexuelle Ausbeutung.
Dazu berichtet Irene Hirzel vom Beratungs- und Schulungszentrum gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung «ACT212». «Es ist traurig, aber leider nicht neu», sagt sie. Menschenhandel sei ein großes Business, das von Kriegen befeuert werde. «Wenn Menschen fliehen müssen, sind sie in einer vulnerablen Situation und werden Ziel von Schleppern. Diese wollen Geld verdienen », so Hirzel.

Die Menschenhändler befriedigen damit eine Nachfrage. Am Tag der Invasion sind die Google-Suchen nach «Ukrainian girls» massiv angestiegen und bleiben seither hoch. Das gleiche Phänomen ist laut Hirzel auf Pornoseiten zu beobachten. Fälle von Ukrainerinnen, die in die Fänge von Menschenhändlern gerieten, sind schon nach der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 gemeldet worden.
«Der Konflikt hat bereits großen Einfluss auf die Sicherheit der zivilen Bevölkerung, vor allem von Frauen und Mädchen, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind», so Pramila Patten. Sie ist Sondergesandte der Vereinten Nationen für sexuelle Gewalt in Konflikten. In einer Verlautbarung der UN zeigte sie sich bereits am 28. Februar besorgt über die sich «schnell verschlechternde Situation» in der Ukraine. Tausende Familien sind zur Flucht gezwungen, da der Konflikt weitergehe. Damit steige das Risiko von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Frauen und Mädchen seien überproportional gefährdet.
Die Vermittlung von Frauen und Kindern auch in private Unterkünfte ist eine großartige Unterstützung, die in Braunschweig gerade geleistet wird. Allerdings sollten alle Helfenden darauf achten, ob den Frauen „günstige Verdienstmöglichkeiten mit Unterkunft“ angeboten werden, dass die Adressen der Unterkünfte bekannt sind und alle Ankommenden vorher registriert werden.

Friedensprozesse
Im Oktober des Jahres 2000 wurde die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet. Frauen leisten wichtige Arbeit in Krisengebieten vor Ort: Sie sorgen für geschützte Räume, verhandeln über Korridore für humanitäre Hilfen und setzen sich für Kinder ein. Aber in formellen Friedensverhandlungen sind sie stark unterrepräsentiert. Dabei belegen Studien: Sind Frauen bei Friedensprozessen beteiligt, steigt die Chance, dass die Vereinbarungen längerfristig Bestand haben. Zudem werden bei weiblicher Beteiligung Absprachen getroffen, die Männer und Frauen im Blick haben.1
Dabei geht es nicht nur um das Recht, das Frauen haben sollten, gleichermaßen bei wichtigen Entscheidungen involviert zu sein, sondern auch um die Chance, alle personellen Ressourcen der Demokratie vollständig einzusetzen. Wird Frauen die Beteiligung bei Friedensprozessen verwehrt oder erschwert, wird gleichzeitig die Aussicht auf vollumfängliche Regelungen, die die gesamte Bevölkerung der jeweiligen Krisenregion berücksichtigt, minimiert.

Sind Frauen bei Friedensverhandlungen beteiligt, steigt die Chance um 35%, dass das Abkommen mindestens 15 Jahre eingehalten wird.2 Die Frage, warum Frauen immer noch stark an den Verhandlungstischen bei wichtigen Entscheidungen in Friedensprozessen unterrepräsentiert sind, ist berechtigt. Der Frauenanteil bei verschiedenen Rollen in Friedensverhandlungen lag insgesamt bei unter zehn Prozent im Durchschnitt in den letzten Jahrzehnten.3
Warum nehmen wir uns die Chance auf langandauernden Frieden? Und welche Folgerungen kann für die kommunalpolitische Arbeit vor Ort daraus abgeleitet werden? Im Durchschnitt haben die kommunalpolitischen Parlamente in Niedersachsen einen Frauenanteil von 27 Prozent. Im Niedersächsischen Landtag liegt der Anteil weiblicher Abgeordneter bei 28%. Viele Beschlüsse werden gefasst, ohne die Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen zu berücksichtigen. Dadurch werden Maßnahmen und Projekte umgesetzt, die die Anforderungen von Bürgerinnen nicht erfüllen können. Eine vermeidbare Nachjustierung belastet die finanziellen und zeitlichen Ressourcen.
Generell haben politische Gremien damit zu kämpfen, Nachwuchs zu gewinnen. Es sollte demnach ein großes Interesse innerhalb der unterschiedlichen Parteien bestehen, beide Geschlechter gleichermaßen anzusprechen und für die eigene Sache zu gewinnen.

Sind Frauen zu gleichen Anteilen bei wichtigen Entscheidungen beteiligt, so erhöhen sich die Chancen auf geschlechtergerechte Beschlüsse, die sowohl die Anforderungen von Männern als auch die von Frauen berücksichtigen. Vor allem die soziale Gerechtigkeit profitiert davon und stabilisiert die Demokratie auf kommunaler Ebene. Solch eine stabile Basis, die gekennzeichnet ist durch geschlechtergerechte und demokratische Werte, würde die Stabilität sowohl auf Landesebene als auch europaweit fördern. Paritätisch besetzte kommunalpolitische Parlamente erhöhen gleichzeitig die Chance auf geschlechtergerechte politische Gremien auf Landes- und Bundesebene.
Deshalb ist es an der Zeit, Gesetze auf Landes- und Bundesebene so anzupassen, dass sie eine klare Verteilung der Mandate halbe-halbe regeln. Die Gleichstellungsbeauftragten appellieren an die politischen Vertreterinnen und Vertreter, sich für die Parität – und damit für die Gerechtigkeit – einzusetzen, die eigenen Parteistrukturen zu hinterfragen sowie mutige, zukunftsfähige Lösungsansätze zu finden.
Auch wenn manche dramatischen Ereignisse weit weg erscheinen, so liegen die Zusammenhänge zwischen Kommunal- und Weltpolitik auf der Hand. Die gerechte Beteiligung von Frauen darf nicht mehr als pflichtgemäße Erfüllung von Quoten angesehen werden, sondern als Schlüssel für eine gerechte und sichere Politik auf allen Ebenen, die alle Ressourcen demokratischer Werkzeuge vollumfänglich ausschöpft.

Source:
Marion Lenz, Gleichstellungsbeauftragte
Platz der Deutschen Einheit
38100 Braunschweig
Tel.: 0531 470 21 00
Mobil: 0162 24 93 068
Fax: 0531 470 22 88
E-Mail: marion.lenz@braunschweig.de

Kategorien
8.-März-Bündnis Frauen Internationaler Frauentag Nordisches Modell Prostitution

FU zum Internationalen Frauentag 2022

Die Frauen Union Kreisverband Braunschweig beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am 8.März-Bündnis zum Internationalen Frauentag.

Donnerstag, 10.3.2022
18.30 Uhr

Vortrag und Diskussion
Prostitution in Deutschland – Situation und Ausblick
Ist Prostitution eine Arbeit wie jede andere? Wie sehen
die Arbeitsbedingungen in einem Bordell aus? Welche
Männer suchen Bordelle auf? Diesen und anderen
Fragen wollen wir in unserer Veranstaltung nachgehen.
Referentinnen: Annette Bossert (FU Braunschweig) –
und Luca Lehmann (Solwodi Braunschweig)
Ort: online
Anmeldung unter:
kontakt@fu-braunschweig.de

Teilnahmekosten: gratis
Dauer: 1,5 Stunden

Den Einwahllink erhalten Sie nach der Anmeldung